Ich tanze zum Rhythmus meines Lebens – inspiriert von dem Buch „die Wolfsfrau“

Ich akzeptiere meine Teilnahme an einem Leben, das dem leben/vergehen/leben Kreislauf entspricht.

Ich tanze den Rhythmus meines Lebens.

Ich lass mich auf den immer wechselnden Rhythmus ein, ich bin ein Teil eines nie endenden Kreislaufs. 

Ein Kreislauf der von Leben, zu vergehen, zu leben, sich immer wieder neu entwickelt und vergeht.

Alles um mich herum baut sich auf, vergeht und baut sich neu auf, es verändert sich und wechselt sich ab.

Ich tanze zu den ruhigen Klängen meines Lebens. Wenn ich traurig bin, stelle ich das Lied nicht um, ich genieße die kleinen und zarten Schritte und Bewegungen. Ich tanze diesen Tanz so lange, bis ich selbst in solchen ruhigen und traurigen Tänzen zu lächeln beginne. Ich genieße diese Umgebung und diese Stimmung und schaue was der Tanz in mir auslöst.

Ich stelle die Musik lauter, wenn ich Freude empfinde, ich schließe die Augen und verliere mich in der Freude, wenn das Leben mir diese schnellen und laute Klänge vorgibt. 

Ich halte aber nicht fest, ich achte auf den nächsten Impuls. Welchen Rhythmus tanze ich als nächstes?

Ich lasse meine Wünsche und Erwartungen los und konzentriere mich auf das hier und jetzt.

Meine Beine tanzen weiter, ganz ohne Vorschrift.

Vielleicht erfinde ich mich jetzt neu, lernen neue Schritte und teste sie immer wieder, bis eine sanfte zusammenpassende Bewegung entsteht. Diesen Tanz tanze ich weiter bis sich die Musik verändert.

Nicht immer gelingt es mir die Schritte zu schaffen, manchmal komme ich nicht weiter ehe die Musik sich verändert, doch weis ich das ich ein anderes Mal die möglichen haben werde, die Schritt zu lernen und das so lange, bis ich auch in diesen Rhythmus lachen und tanzen kann. Egal welches Gefühl oder welche Emotionen sie in mir auslösen.

Ich höre ein Lied. Eines, dass ich nicht kenne, ich weiß nicht wie ich mich dazu bewegen soll. Ich schließe die Augen, meine innere Stimme und meine Instinkte kennen dieses Lied. 

Es ist ein Lied, das mich schon oft verzweifeln ließ, immer wieder kam ich an meine Grenzen und konnte nicht genau herausfinden, wie ich dieses Lied tanzen soll. Dieses Mal bin ich bereit die Schrittfolge zu lernen. 

Heute bin ich alt genug und ich bin reif genug, um mich auf diese Bewegung, die von innen herauskommt einzulassen.

Ich bewege sanft mein Körper und lasse den Rhythmus meine Hände dazu bewegen. Ich lasse meine Arme frei und schaue in den Himmel. Dieser Rhythmus wird mir immer vertrauter.

Ich beobachte meine Hände wie sie von meinen inneren wilden Wölfen geleitet werden. Es ist als kenne meine wilde Seele die Reihenfolge der Schritte und ich habe endlich die Verbindung zu diesem Tanz zu ihn lernen zu können. 

Ich halte nicht mehr fest und genieße den ständigen Wechsel des Rhythmus.

Mal tanze ich in einer großen Gruppe, dann tanze ich allein durch den Raum.

Mal tanze ich auf inspirierende neue Musik die neues Leben und Liebe in mir weckt und mal tanze ich den langsamen Flow des Lebens, der Altes in mir ruhen lässt.

Ein andermal tanze ich den wilden aufbrausenden Tanz des Lebens, dann wenn ich alles auf den Kopf stelle und alles runterreiße. Wenn die Musik neu ist und alles unsicher und mir ein Fragezeichen im Gesicht geschrieben steht.

Wenn sich die Frage stellt, was in meinem Leben bisher geschehen ist und manchmal da tanze ich meine gewohnten Schritte, in meiner gewohnten Umgebung, auf meine gewohnte Musik. Langsam und sicher.

Die Schritte folgen und die Bewegungen sind immer dieselben, doch verändern sie sich immer wieder. Wie das Leben selbst.

Ich achte welche Töne ich von mir gebe, wenn meine Körperteile sich fortbewegt und lasse der Musik meinen Körper folgen.

Die Musik meines Lebens ist der Flow meines Lebens und ich weiß nie, was als nächstes kommt, doch habe ich keine Angst, denn es ist der Tanz meines Lebens. Ich lasse ihn zu und erfreue mich an der Bewegung meines Körpers. Nach jedem laut aufbrausenden Tanz folgt ein langsames Lied, das mich ruhen und denken lässt. Bei lauter Musik kann man gut tanzen, doch ist es schwierig zu verstehen und zu lernen, also freue ich mich auch auf andere Klänge. Ich nehme sie auf, lasse die neuen Energien durch meinen Körper fließen.

Es ist nun 2019. Ein neues Jahr. 

Ein Jahr voller lauter und leiser Lieder geht zu Ende. Ich schau zurück und bewundere meine nie endende Begeisterung für die Musik meines Lebens und meinen Wunsch immer neue Schritte zu lernen. Manchmal, wenn ich stehen bleibe und mir die Playlist der letzten Wochen oder Monate anschaue, fühle ich mit jedem Lied meine Emotionen und meine Gedanken zu diesem Lied. Ich erinnere mich, wie schwer manche Tänze mir fielen und wie stolz ich manch eine Bewegung ausführte, nachdem ich lange an ihnen arbeitete. 

Nun ist diese Playlist vollständig und ich habe jedes der Lieder soweit ich konnte studiert und ausgebaut. Einiger dieser Lieder werde ich mit in mein neues Jahr tragen. Ich werde im Jahr 2019 neue Möglichkeiten haben, Schritte und Lieder neu und nochmal zu lernen und üben in diesen Klängen lachend zu tanzen.

Ich ruhe nun in mir. Der Anfang eines Jahres ist ein Neustart. Die Hoffnung braucht Zeit zum Wachsen und Ruhen und ich überlege mir, welche Bewegungen ich in diesem Jahr lernen möchte, damit mein Leben die folgenden Lieder neu wählen kann. Damit ich meine Herausforderungen und Wünsche an dieses Jahr wählen und anpassen kann.

Ich tanze ohne nachzudenken, ich fühle ohne nachzufragen, ich lache ohne Angst zu haben. 

Ich tanze den Rhythmus meines Lebens voller Stolz und Liebe. Ich erinnere mich gerne an meine alten Lieder zurück und schaue mir Bilder an, um mich zu erinnern wie weit ich gekommen bin. Ich schreibe nieder, welcher dieser Lieder in mir viel aufgewirbelt haben und liebe die Worte die meine wilde Seele dank dieser Musik zusammensucht.

Kuss Isa

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