Nach dem ersten Teil der Must-haves habe ich überwältigend viele, positive Reaktionen erhalten.
Mir war gar nicht so recht bewusst wie viele junge Frauen sich verloren fühlen, wenn sie sich zu Hause alleine die Haare zurechtmachen wollen!

IMG_8984Aus einer Friseur Familie kommend, wusste ich bereits mit sechs Jahren welche Bürste dafür sorgt dass meine Haare lockig bleiben und mit welcher Bürste ich sie glatt bekomme. Da ich mein Wissen mit euch teilen will, möchte ich euch gerne eine ausführliche Must-have Serie an die Hand geben, in der jedes einzelne Werkzeug aufgelistet ist, welches man benötigt um sich zu Hause die Haare selbst zu stylen. Natürlich wird nicht jeder alles benötigen, was ich hier in diesem Blog aufliste, jedoch kann jeder sich das herausziehen, was auf ihn zutrifft. Ziel soll sein, dass jeder das passende Equipment zu Hause hat, welches der Friseur im Laden bei ihm benutzen würde. Wer also meine ersten Must-haves verfolgt hat, müsste jetzt mit einem Turban auf dem Kopf vor dem Laptop sitzen. Fangen wir nun mit dem zweiten Teil an, wie es für Euch weitergeht:

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Must-have Nr. 1

ist ein guter Kamm!
Eine schlechte Bürste kann an den Haaren sehr viel kaputt machen. Ich gehe jetzt nicht zu tief ins Detail, warum dies so ist, aber die Schuppenschicht der Haare ist sehr empfindlich und sind die Borsten etwas zu kantig, rau oder geben nicht nach, kann man schnell die Struktur der Haare beschädigen. Dies führt auf Dauer zu Haarbruch. Da wir mehrmals am Tag unsere Haare kämmen, ist es also besonders wichtig, auf eine gute Bürste Wert zu legen. Für extrem dicke, lange Haare empfehle ich eine gute Paddlebrush. Hier habe ich bereits mehrere ausprobiert und kann euch die Paddlebrush von Paul Mitchell aus Holz empfehlen. Bei feinem Haar, egal ob kurz oder lang, ist der Tangle Teezzer empfehlenswert. Sehr lockiges Haar ist das Einzige, welches man mit einem extrem breiten Kamm kämmen sollte. Die Zwischenräume sollten mindestens einen Zentimeter breit sein, damit die Locken nicht glattgezogen werden. Beim Kämmen selbst solltet ihr darauf achten eure Haare immer bei halber Länge fest zu halten. Dabei ist egal ob ihr sie lieber gegen den Kopf drückt oder in die Faust nehmt. Beginnt immer von den Spitzen euch die Knoten heraus zu kämmen.

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Must-have Nr. 2
ist ein Haaröl.

 

Ein gutes Haaröl hat drei positive Eigenschaften:
Mit den richtigen Inhaltsstoffen angereichert, pflegt es euer Haar, macht es widerstandsfähiger und leichter kämmbar. Es verschließt die Oberfläche der Haare und schützt sie somit vor äußeren Einflüssen. Und zu guter Letzt verkürzt ein gutes Haaröl die Trockenzeit eurer Haare, da es die Schuppenschicht verschließt und somit das überschüssige Wasser schneller aus den Haaren entfernt werden kann.
Was ich euch hier dringend ans Herz legen möchte ist, dass es wirklich entscheidend ist welches Öl ihr nutzt! Ich empfehle euch sehr, Öle von guten Marken einzukaufen. Im Optimalfall probiert ihr erst den ein oder anderen Tester und beobachtet und vergleicht zuhause die Ergebnisse. Jedes Öl enthält Silikone! Daran ist auch nichts auszusetzen, doch ist es, wie bei Zucker und vielen anderen Produkten, auch bei den Silikonen wichtig zu differenzieren! Gute Silikone sind mit klarem, kalten Wasser auswaschbar. Schlechte Silikone wiederum setzen sich auf, und bei einer kaputten Schuppenschicht, ins Haar und lassen sich nicht einmal mehr mit einem normalen Shampoo entfernen. Nutzt man solch ein Silikon regelmäßig, kann man sich vorstellen was mit den Haaren passiert. Habt auch ihr euch schon gefragt, wieso sich das Haar in seiner Struktur immer weiter verschlechtert, trotz guter Pflege wie Shampoo, Kur und Conditioner? Die Pflegestoffe können nicht mehr eindringen und die Haare sind äußerlich überlagert, während sie innerlich austrocken.
Auch rate ich dringend davon ab ein Haaröl zu nutzen das nicht durchsichtig ist, sondern gold, gelb oder sogar grün! Das Haar nimmt diese Farbpigmente auf, egal wie minimal dies auf Anhieb erscheint und man glaubt es nicht zu erkennen. Es ist ein schleichender Prozess, welcher nach wöchentlichem, monatlichem oder jahrelangem Anwenden einen Farbschleier bewirkt!
Es hat auch mich eine große Portion Grübelei gekostet herauszufinden woher so viele Blondinen, nur wenige Wochen nach dem Friseurbesuch so starke gelb-grün Stiche bekamen. Irgendwann stellten wir fest dass es einfach und allein ein kleines, nichtssagendes Haaröl war, welches auch wirklich nur tropfenweise genutzt wurde! In diesem Sinne, besorgt euch ein gutes Haaröl!
Unsere Favoriten sind:
Das Awapuhi Wild Ginger Styling Teatment Oil von Paul Mitchell, ebenfalls von Paul Mitchell, das Soothing Super Skinny Serum, oder das Marula Oil Rare Oil Treatment.
Nehmt nur 2-3 Tropfen in eure Hände und verreibt sie gut. Fangt am besten in den Längen an und arbeitet euch langsam, mit den Fingern durchs Haar fahrend, nach oben durch. Versucht gezielt darauf zu achten eure Hände so einzusetzen, dass ihr erst nach und nach das gesamte Öl (also die 2-3 Tropfen, nicht die ganze Flasche!) gut auf dem ganzen Kopf verteilt! Ein weiterer Pluspunkt eines guten Haaröles ist, dass es auch auf das Deckhaar aufgetragen werden kann, ohne die Haare ölig oder fleckig erscheinen zu lassen.
Meine Empfehlung wäre das Haaröl hauptsächlich auf das feuchte Haar aufzutragen, es gut durchzukämmen und dann nochmal für 2-3 Minuten einen Turban um den Kopf zu wickeln, damit das überschüssige Wasser aufgesaugt werden kann.IMG_1267

Must-have 3,

ist der gute Föhn!

Eigentlich der Haartrockner, denn wusstet ihr dass „Foen“ ursprünglich nur die Modellbezeichnung des ersten Gerätes zum Trocknen der Haare war?
Wie dem auch sei, werde ich mich hier ziemlich kurz halten, da ich meinem geliebten Föhn bereits einen eigenständigen Blogpost gewidmet habe. Wie wichtig und warum er das ist könnt ihr gerne hier lesen.
Habt ihr eure Haare nun mit dem guten Öl behandelt und noch einige Minuten unter dem Turban gelassen, seid ihr bereit zum föhnen! Die mittlere Stufe und ein mittel starkes Gebläse verhindern dass eure Haare frizzig werden. Grundsätzlich würde ich mit einem spitzen Aufsatz föhnen. Wenn ihr euren Föhn statt der heißesten auf die mittlere Stufe einstellt, könnt ihr gezielt eure Haare trocken föhnen ohne viel Vorsicht walten lassen zu müssen. Ohne Aufsatz bläst der Föhn viel breiter und schwächer, die Haare werden weniger von der Luft bewegt, was wiederum die Trockenzeit verlängert. Wer viel Wert auf Volumen legt, sollte die Haare über Kopf föhnen und mit der freien Hand durchgehend den Ansatz massieren. Das lässt einen super Stand am Ansatz entstehen und sorgt für ein tolles Volumen!

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Das war’s mit dem zweiten Teil der Must-haves. Ich hoffe ihr könnt euch das für euch Wichtige und Passende herausziehen und habt es in Zukunft etwas leichter eure Haare selbst zu bändigen. Solltet ihr beim ein oder anderen Punkt noch Fragen haben oder doch unsicher sein, welches Öl ihr wie am besten nutzt, nehme ich eure Haare gerne bei eurem nächsten Besuch im Salon nochmal unter die Lupe und helfe euch weiter.

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